Audiocodes Gateway LDAP Routing

Die aktuelle Audiocodes Firmware unterstützt eine direkte LDAP Anbindung an das Active Directory um Anrufe automatisch zwischen der lokalen TK-Anlage und Lync zu routen.

Als erstes muss die Verbindung zum AD hergestellt werden. Hierzu reicht ein normaler User mit Lese Rechten um auf das AD zu zugreifen.

Jetzt sollte man noch die eingetragenen Werte unter “Advanced Parameter” überprüfen.

Für Lync wird das Feld “msRTCSIP-Line” ausgelesen. Dieses enthält die TEL_URI  (z.B. tel:+4940609298) aber nur, wenn der Benutzer auch “Enterprise Voice”-Enabled ist.

Für die Lync private Nummer wird das Feld “msRTCSIP-PrivateLine” ausgelesen.

Für die TK-Anlage wird das Feld “TelephoneNumber” ausgelesen, hier ist es wichtig, dass die Formatierung, der Formatierung durch das Audiocodes GW entspricht. Am besten natürlich im E.164 Format, ohne Klammern, Leerzeichen o.ä. (+4940609298).

Für die Mobile Nummer wird das Feld “mobile” ausgelesen. Diese Eintrag wird verwendet, wenn weder die TK-Anlage oder der Lync User erreichbar ist.

Erste Regel: sendet die Anrufe zur PBX (über den lokalen GW 127.0.0.1) wenn die AD Abfrage “PBX:” zurück gibt

Zweite Regel: sendet Anrufe zu Lync (Mediation Server 10.0.0.2) wenn die AD Abfrage “OCS:” zurückgibt.

Dritte Regel: sendet Anrufe zum Mobile des Users (über PSTN durch die GW IP Adresse, 127.0.0.1) wenn die AD Abfrage “MOBILE:” zurückgibt.

Vierte Regel: sendet Anrufe zur IP Adresse des GW, als Beispiel (172.0.0.1) wenn keine Antwort vom LDAP Server zurückkommt.

Fünfte Regel: sendet die Abfrage der empfangenen TEL Destination Nummer zum LDAP Server. Dann wird der Anruf anhand der Abfrage nach den ersten regeln der Tabelle geroutet.

Sechste Regel: wenn die LDAP Funktion nicht aktiviert ist, werden alle Anrufe nach Lync geroutet (IP Adresse 10.0.0.3)

Wichtig ist auch noch die Nummern Manipulation. In Richtung Lync muss immer in das E.164 Format normalisiert werden. In Richtung TK-Anlage und PSTN immer im ISDN Format. Bei LDAP Routing durchläuft der Anruf die Rufnummer Manipulation also immer 2. Mal.

Bei einem LDAP Error, wird die Rufnummer immer so zurückgegeben, wie sie vor der Manipulation gesendet wurde. Also, wenn die 98 auf +4940609298 manipuliert wurde, wird die Rufnummer bei einem LDAP Error als 98 zurückgegeben.

Damit die Suche “schnell” geht, sollte im AD-Schema dieses Feld mit einem “Index” versehen werden. Das ist “by default” nicht der Fall. Siehe auch, Telephone-Number Attribute:

http://msdn.microsoft.com/en-us/library/ms680027(VS.85).aspx

Der Index kann recht problemlos eingeschaltet werden, siehe:

http://blogs.technet.com/b/ad/archive/2008/04/01/how-to-create-a-mosiac-of-user-thumbnails-in-aduc-dsa-msc.aspx

Wobei in dem Feld natürlich auch ein reines E164 ohne Klammern, Leerzeichen o.ä. verwendet werden sollte, damit die LDAP-Suche auch “trifft”.

“Globalization Step-by-Step, siehe http://msdn.microsoft.com/en-us/goglobal/bb688129.aspx.

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